Surfboard-Reparatur in München: Ding Repair mit Jakob Kratz

Wer shreddet weiß: Rails bekommen Dings, Nose und Tail schlagen ein, Fin-Plugs leiden und aus einem kleinen Schaden kann irgendwann eine größere Delamination werden. Jakob Kratz shreddet defintiv und kennt das ziemlich gut. Er ist Eisbach-Local, Mighty Otter Team Guy, Freund des Hauses und unser Ding Repair Wizard. Wir haben mit ihm darüber gesprochen, welche Schäden bei Rapid-Surfboards in München typisch sind, was eine Reparatur kostet und wann man sein Board einfach selbst wieder flottmachen kann.

Barney: Welche Schäden siehst du bei Surfboards in München am häufigsten – und welche davon sind deiner Erfahrung nach typisch fürs Rapid Surfing?

Jakob: Alle Arten von Dings, vor allem an den Rails, an der Nose und am Tail. Dementsprechend gibt es dann auch Folgedelaminationen. Zum Beispiel kann das komplette Glassing von vorne ausreißen, weil es die Fixierung an der Nose verliert und dann nach hinten weggerissen wird, wenn das Board weitergesurft wird.Natürlich gibt es auch Fin-Plugs, die ausgebrochen oder eingedrückt sind. Am Eisbach sind sie oftmals eher eingedrückt. Von Jochen Schweizer kommen dagegen oft ausgebrochene Fin-Plugs. Das sind eigentlich so die typischen Rapid-Surfing-Board-Schäden.

Barney: Woran erkennt ein Surfer, ob er einen Schaden noch selbst reparieren kann oder das Board besser professionell reparieren lassen sollte?

Jakob: Ganz einfach daran, wie umfangreich die Aufgabe aussieht, wie viel Material man zur Reparatur braucht und ob man die Zeit dafür hat. Und natürlich, ob man einen Raum hat, in dem man auch mal eine Sauerei machen kann.

Barney: Wenn jemand sein Board professionell reparieren lässt: Was kostet eine typische Surfboard-Reparatur in München ungefähr?

Jakob: Das kann man so pauschal nicht sagen. Manchmal ist es nur ein kleines Ding, das geht dann schon für 30 Euro. Wenn es mehr wird und mehr Material dazukommt, steigt natürlich auch der Preis.

Es geht außerdem immer darum, wie die Erwartung hinsichtlich des Finishes ist. Ich versuche eigentlich, alles am Ende zu hotcoaten und noch einmal richtig fein abzuschleifen. Wenn zum Beispiel ein Farbwert eins zu eins getroffen werden muss, ist das schon sehr aufwendig und kostet dann entsprechend. Ich sage eigentlich immer ungefähr dazu, wo man preislich rauskommt. Dann kann sich der Kunde überlegen, ob das für ihn passt.

Bon Vivant, Shredder, Team Guy und Repair Wizzard unseres Vertrauens - Jakob Kratz!

Barney: Welche Fehler siehst du am häufigsten, wenn Surfer ihre Boards selbst reparieren?

Jakob: Ach, was sollen da schon groß für Fehler sein? Was einem halt nicht passieren darf, ist, dass man beispielsweise ein EPS-Board, das mit Epoxy geglast ist, nachträglich mit PU repariert. Das passt einfach nicht. Ich glaube, sonst kann man nicht viel falsch machen. Es ist immer die Frage: Wie perfekt muss das Finish werden? Was ist die Erwartungshaltung Bei den Fin-Plugs sollte man ein bisschen aufpassen, dass man nicht die falsche Seite erwischt und die Finne hinterher falsch steht.

Barney: Woran kann ein Surfer erkennen, welches Material sein Board hat und welches Harz er für die Reparatur verwenden sollte?

Jakob: Typischerweise fragt man das beim Kauf. Epoxidharz fühlt sich einen Ticken weicher an und ist geringfügig ein bisschen blaustichiger als PU-Resin, aber das kann man wirklich nur schwer verallgemeinern. Grundsätzlich gilt: Wenn man nicht genau weiß, was es ist, nimmt man immer Epoxidharz zum Reparieren. Der geht immer. PU-Resin geht nur bei PU-Resin. Ich verwende eigentlich immer Epoxy, solange nichts anderes gewünscht ist.

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Barney: Wie stark werden Rapid-Surfboards im Münchner Alltag beansprucht – und was kann ein Surfer tun, damit sein Board möglichst lange hält?

Jakob: Je häufiger man surft, umso weniger werden die Schäden. Das ist halt so. Am Anfang zahlt man einfach mehr Geld. Mal abgesehen davon: Fin-Plug-Saver helfen, Inegra hilft, aber man wird einfach ums Reparieren nicht herumkommen. Im Endeffekt ist es immer gut, wenn man Kleinigkeiten selber machen kann. Und die schwierigen Sachen, die mache ich dann gerne.

Barney: Gibt es etwas Wichtiges zum Thema, das wir noch nicht angesprochen haben?

Jakob Katz: Da fällt mir jetzt nichts ein. Aber falls jemand noch eine Frage hat, die beantworte ich natürlich gerne. Viele Grüße.