Barney: Welche Schäden siehst du bei Surfboards in München am häufigsten – und welche davon sind deiner Erfahrung nach typisch fürs Rapid Surfing?
Jakob: Alle Arten von Dings, vor allem an den Rails, an der Nose und am Tail. Dementsprechend gibt es dann auch Folgedelaminationen. Zum Beispiel kann das komplette Glassing von vorne ausreißen, weil es die Fixierung an der Nose verliert und dann nach hinten weggerissen wird, wenn das Board weitergesurft wird.Natürlich gibt es auch Fin-Plugs, die ausgebrochen oder eingedrückt sind. Am Eisbach sind sie oftmals eher eingedrückt. Von Jochen Schweizer kommen dagegen oft ausgebrochene Fin-Plugs. Das sind eigentlich so die typischen Rapid-Surfing-Board-Schäden.
Barney: Woran erkennt ein Surfer, ob er einen Schaden noch selbst reparieren kann oder das Board besser professionell reparieren lassen sollte?
Jakob: Ganz einfach daran, wie umfangreich die Aufgabe aussieht, wie viel Material man zur Reparatur braucht und ob man die Zeit dafür hat. Und natürlich, ob man einen Raum hat, in dem man auch mal eine Sauerei machen kann.
Barney: Wenn jemand sein Board professionell reparieren lässt: Was kostet eine typische Surfboard-Reparatur in München ungefähr?
Jakob: Das kann man so pauschal nicht sagen. Manchmal ist es nur ein kleines Ding, das geht dann schon für 30 Euro. Wenn es mehr wird und mehr Material dazukommt, steigt natürlich auch der Preis.
Es geht außerdem immer darum, wie die Erwartung hinsichtlich des Finishes ist. Ich versuche eigentlich, alles am Ende zu hotcoaten und noch einmal richtig fein abzuschleifen. Wenn zum Beispiel ein Farbwert eins zu eins getroffen werden muss, ist das schon sehr aufwendig und kostet dann entsprechend. Ich sage eigentlich immer ungefähr dazu, wo man preislich rauskommt. Dann kann sich der Kunde überlegen, ob das für ihn passt.