A Sound Surfing Experience

Mit dem Surfen ist das so eine Sache. Es macht Spaß und zu einem gewissen Grad definitiv auch süchtig. Aber es ist eben auch viel komplexer, als man bei den ersten Versuchen in irgendeinem schaumigen Line Up  überhaupt checkt. Speziell uns deutschsprachigen Land-locked Surfern erschließt sich das nicht sofort. Schließlich sind wir erst richtig ins Surfen eingestiegen, als die „großen“ Surfnationen schon knapp 50 Jahre „Modern Era“ hinter sich hatten und ein dementsprechend umfangreiches Verständnis von Swell, Line Up, Break und Surf - und dessen Interpretation durch einen speziellen Shape von Surfboard und dessen technischer Entwicklung.

Die Natur - in dem Fall auf der Grenze zwischen Wasser und Land - gibt vor, was wir mit unserem Surfboard shredden, cruisen oder eben auch kooken dürfen. Full Stop. Ab dann liegt es beim Surfer und seiner persönlichen Interpretation einer Welle. Jeder surft seine eigene Line. Und die ergibt sich aus diversen Manövern. Zuersteinmal der Positionierung für den Take Off.  Dem Take Off selbst, dem Trim über schnelle und langsame Teile des Wave Face, dem Bottom Turn, dem Top Turn, dem Carve und Cut Back auf der Schulter, der Suche nach der Tube unter der Lippe und der Attacke gegen die Lippe der Welle. All diese Manöver sind einzeln betrachtet Fotomomente, aber in der Kombination ergeben sie eine Linie deren Qualität davon bestimmt ist, wie viel Power man durch das Board aus der Welle herausholt, wie man steile Sections nutzt um Schwung zu machen und den in die nächste Section umleitet, um Ihn (den Schwung) dort wortwörtlich rauszuballern. Wer das gut macht, der surft. Und wer das extrem gut macht, der hat dabei so viel Power, dass er mit einem Air Manöver bis über die Lippe kommt. Und als Surfen so richtig an dem Punkt angekommen ist, sind wir aus Landlocked Euro Surfers grade auf die Idee zu Surfen gekommen. Wir haben „Hallo Surfing“ gesagt, als viele andere schon „oh hello high-performance Surfing“ gedacht haben.

Was man zurückblickend stressfrei feststellen kann, ist das wir als Kooks in die globale Surf Community eingeschlagen sind, als die sich grade voll in auf High Performance ausgerichtet hat. Und dementsprechend sahen und sehen auch heute noch viele Shapes aus, die man in vielen Surf Shops auf der ganzen Welt findet. Diese Shapes verkörpern das Ultimative - und setzen sehr viel Experience voraus.

High Performance Shapes sind für einen Surfer, der alle Manöver perfekt beherrscht und seine eigene Linie auf der Welle nicht nur gefunden sondern perfektioniert hat, der absolute Wahnsinn. Wenn man allerdings noch nicht an dem Punkt ist, dann verlangen High Performance Shapes einem sehr viel ab. Und Sie machen einem das Leben und die Entwicklung zum guten Surfer nicht unbedingt leichter. Schließlich braucht es die Kombination von Wellenverständnis, Manöver-Skills und auch einem hohen Maß an Fitness, um das Potenzial dieser Shapes voll auszunutzen und nicht an Ihrem hohen Anspruch zu scheitern.

Also was nun? Zuersteinmal: Jeder surft den Shape auf den er oder sie Bock hat. Das ist doch ganz klar. Und wer sagt „mir doch Wurscht, her mit der High Performance Granate“, der hat dazu jedes Recht, hoffentlich einen Haufen Wellen und eine gute Zeit. Wir finden aber, es gibt auch andere Wege, gute Surf Erfahrungen zu machen und dabei sein eigenes Surfing Schritt für Schritt zu entwickeln. Den Weg den die großen Surfnationen in den letzten Dekaden schon gegangen sind, und sich dabei mit jeder Shape Revolution vom Single Fin bis zum High Performance Shortboard neue Techniken und Manöver angeeignet haben, den können wir doch ohne schlechtes Gewissen für uns selber auch erleben und dabei eine gute Zeit haben? Ja, können wir! Und wir von Mighty Otter wollen das auch. Denn für uns geht es beim Surfen immer darum etwas zu lernen und sich als Surfer zu entwickeln. Oder halt kurz und knapp in Englisch: A Sound Surfing Experience. 

Die Einstellung ist bei uns Programm. Deshalb bieten wir unter den passenden Namen mit dem Jazz Hands, dem Gone Electric und dem Lo-Fi die „A Sound Surfing Experience“ Serie an. Die Shapes aus unserer A.S.S.E. Serie verbinden eine absolute Lieblings-Outline aus dem Hause Mighty Otter Surfboards mit je einem eigenen Fin Set Up und dadurch bedingt einem eigene Foil sowie Rockerline und Concaves. Jedes Modell der Serie ist wie ein Zitat einer Ära von Surfboarddesign zu sehen. Jede Ära hat nach einer bestimmten Qualität von Surfing gesucht. Auf Single Fins wurde Rail-Game erfunden und nach der perfekten Linie und der Barrel gesucht. Twins erlaubten es aus Trimturns und Carves massive Cutbacks über das Wave Face zu fahren und der Thruster ermöglichte es in allen Teilen der Welle Schwung zu machen und die Lippe ins Visier zu nehmen.

Mit der A.S.S.E. Serie wollten wir diese unterschiedlichen Erlebnisse für jeden Surfer persönlich und in einer super-smoothen und leicht zu surfenden Outline verfügbar und beim Surfen nachvollziehbar machen. Pro Surfer, die das alles schon können und über die perfekte Linie aus der Barrel heraus nach einem großen Carve superkrass die Lippe attackieren empfehlen wir ebenfalls ein Board aus der A.S.S.E. Reihe. Denn jeder ist glücklicher wenn alles nicht so ernst ist weil man grade „A Sound Surfing Experience“ hatte.

Schöne Grüße von der Entwicklungsabteilung :)

Checkt doch mal die Boards: