The River Breaks: Shredden im Fuchsloch

Ob man nun Fuchsloch, Dauerwelle oder Pegnitz Surfspot sagt - Fakt ist, dass sich unter dem Vereinsnamen „Nürnberger Dauerwelle e.V.“ die fränkischen Surfer Michael Heitz, Franziska Schmidbauer, Marcel Drescher, Roland Amon, Stefan Bachschmid und Dirk Berninger organisiert haben, um Ihren vielen Surfenden Freunden das zu ermöglichen, was im Artikeleingang mit einem Hauch von Münchner Arroganz gepaart mit froher Erwartungshaltung beschrieben wurde: Surfen in Franken an einem eigenen Local Spot und mit eigenem Style.

 NICHT OHNE MEINE GOPRO!

NICHT OHNE MEINE GOPRO!

Wir haben – wie übrigens immer in dieser Interviewreihe, aus reinem persönlichen Interesse – Marcel Drescher einige Fragen zum Projekt „Nürnberger Dauerwelle“ gestellt. Der konnte das mit dem Eigeninteresse bestätigen und für sich und seine surfenden Homies mit „einer muss sich ja drum kümmern“ beantworten. Außerdem hatte Marcel noch folgendes zur in Planung befindlichen Welle am Fuchsloch zu sagen.

Wo befindet sich der Standort, an dem Ihr Eure Welle plant?

Die Welle befindet sich in der Pegnitz an der Adolf-Braun-Straße im westlichen Teil Nürnbergs. Die Stelle wird im Allgemeinen als Fuchsloch bezeichnet.

Wie habt Ihr den gefunden? Nach welchen Kriterien ausgesucht?

Der Standort wurde zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt ausgesucht, da Wassermenge, Fallhöhe und Infrastruktur dort am besten zusammen passen.

 Aufsicht: Pegnitz / Fuchsloch Planungseinheit

Aufsicht: Pegnitz / Fuchsloch Planungseinheit

Welche Art von stehender Welle ist Euch dabei vorgeschwebt, welchen Standard wollt Ihr haben?

Einfach eine entspannte Welle, die so oft wie möglich läuft.

Wie groß ist der technische Aufwand, um diesen Spot zum Surfspot zu machen?

Da wir an dem bestehenden Fluss einen extra Seitenarm ausgraben und dort die Welle installieren, ist der Aufwand schon ziemlich groß.

Seid Ihr selber Techniker? Wer hat Euch bei den Berechnungen geholfen?

Wir haben für die spezifische Berechnung sehr fähige Leute in unserem Verein und wurden auch von Prof. Markus Aufleger (UNI Innsbruck) unterstützt.

Wen musstet Ihr davon überzeugen, dass es sich bei Eurer Idee um ein gutes Projekt handelt.

Naja, im Endeffekt muss man jeden der nichts mit Riversurfen zu tun hat davon überzeugen können. Da dieser Sport ja speziell in Nürnberg noch sehr unbekannt ist.

Mit welchen Argumenten konntet Ihr Euch Gehör verschaffen?

Da brauchten wir keine speziellen Argumente, Surfen an sich ist im Moment ja super-populär.

Wie hoch sind inzwischen die ermittelten Plankosten und wie werden diese finanziert?

Die Kosten werden sich auf 500.000 – 700.000 € belaufen. Diese (Kosten) werden aufgeteilt in Sportförderung des Freistaates Bayern, Crowdfunding und Sponsoring.

Gibt es ein Refinanzierungsmodell?

Um die jährlichen Kosten zu decken gibt es ein Finanzierungsmodell

Musstet Ihr für die Umsetzung und um ernst genommen zu werden ein Verein gründen? Ist das kompliziert?

Wir mussten nicht unbedingt, aber es ist natürlich einfacher für alle wenn es einen offiziellen e.V. gibt der Ansprechpartner und verantwortlich ist.

Wie weit ist das Projekt vorangeschritten und wann denkt Ihr, wird der erste Turn auf Eurer Welle gesurft? 

Das Projekt ist nun kurz vor der Genehmigung, aber eine Prognose abzugeben wäre zum jetzigen Zeitpunkt vermessen.

Wer hat Euch bei der Umsetzung am meisten geholfen und zu welcher Partei gehört diese Person? 

Bei der Umsetzung waren wir rein auf uns gestellt. Unser Verein gehört auch nicht zu irgendeiner politischen Partei, oder gesellschaftlichen Gruppierung. Unser Verein ist für ALLE da, die Spaß am Surfen haben.

Vielen Dank für Euer Engagement! Wir sind gespannt wie das bei Euch weitergeht und wie fränkisches Riversurfing zukünftig ausschaut!

Mehr Info gibts HIER und auch hier.

 ... und noch KEINE CROWDS!!!

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