Surf! A! Single!

Single Fins sind Wahnsinn. Mit einem ganz eigenen Gefühl und Glide versehen und außerdem lange nicht so schwer zu Surfen, wie man das vielleicht der einen Finne wegen glauben will.

Im Gegensatz zum Thrustern und Quads finden Single Fins Ihren Drive nicht im Tail sondern im Rail; im Gegensatz zu Twinnys sinkt das Tail (eines Single Fins) in Turns tiefer durch -  die Außenfinne als Tragfläche fehlt. Demensprechend haben die meisten Single Fins einen etwas volleren Foil / mehr Dicke als andere Shapes. Das wiederum ist gut für den nicht voll austrainierten Surfer. Denn Single Fins können als Fun Shapes auch aus der Mitte des Boards heraus gecruist werden und wollen nicht ständig den Fuß im Tail haben und für den "Thrust" bewegt werden. Letzeres ist auch der Grund, warum gute Snowboarder und Skateboard-Longboarder auf einem Single Fin viel Spaß haben werden. Alles läuft übers Rail, Kickturns braucht man eigentlich gar nicht.

Trotz etwas mehr an Dicke, sind Single Fins je nach Finne sehr loose zu surfen und entwickeln grandiosen Drive der sich in mega Carves umbauen lässt. Zwar lässt sich ein Single nicht so willkürlich in der Welle bewegen wie bspw. ein Thruster, dafür lernt man aber sehr schnell, wo in der Welle der Speed versteckt ist. Das gibt einem ein Gefühl für eine gute Linie in der Welle, den richtigen Trim und das wiederum bringt einen letztendlich auch auf dem Thruster, Twinny oder Quad weiter.

 Je nach Größe des Surfers und Länge des Boards variiert auch die gesurfte Finnen. Hier eine kleine Übersicht von 4'5 bis 8'1/2

Je nach Größe des Surfers und Länge des Boards variiert auch die gesurfte Finnen. Hier eine kleine Übersicht von 4'5 bis 8'1/2

In Barrels und steilen Faces haben Single Fins den Vorteil, dass das Brett an der Wall Halt hat und trotzdem um die eine große Finne herum rotiert werden kann. Das heißt man kann Korrekturen an der Line die man surfen will, manchmal ja auch muss, vergleichsweise leichter vornehmen als bei einem Thruster. Letzteren müsste man ja erst von den 2 Finnen an der Wall runterlassen (release), pumpen und dann neu "einhaken", um eine neue Linie zu finden. An dem Punkt geht der Spaß mit einem Single Fin bereits richtig los.

Zusammengefasst kann man sagen, dass man auf einem Single Fin sehr viel Gefühl für sehr wenig Aufwand bekommt. Spätestens da sollte man als Freizeitsurfer hellhörig werden. Den ganzen Seventies Cosmic Barrels Spirit kann man sich dazudenken oder auch nicht - Single Fin Surfen ist in jedem Fall crazy!

Falls es noch Fragen gibt - Hier ein steinaltes Video von Kelly und Rob, dass eine ganz gute Vorstellung von "eigentlich ist Alles möglich" vermittelt.